Güdelmontag

So der letzte Tag unserer Fasnacht 2015 ist auch wieder Geschichte, schweren Herzens legen wir unsere Tutis nieder für ein Jahr. Im letzten Bericht geht es um aussergewöhnliche Essen, die letzten Auftritte und unseren abtredenden Majoren Roli.

Der Wecker klingelte bereits in aller Frühe, also zumindest bei den Meisten, einige Unverwegene machten die Nacht gleich mal wieder durch. Um 04.00 Uhr morgens trafen wir uns dann zum Z’Morgä bei Vroni und Walti von Euw (Härzlichä Dank!). Eigentlich gab es ja feine Gipfeli und weckendes Kaffe Schnaps doch Clemi, ja wiedermal Clemi, weiss nichts Besseres als nen Teebeutel zu Essen. Na gut für 50.- Franken hätte es vermutlich noch so mancher getan - Flo's Tagesbudget war bereits wieder arg geschwächt. Danach, kurz vor 05.00 Uhr, schritten wir gestärkt nach draussen. Es war still, eine klare Winternacht umhüllt in ein paar wenigen Nebelschwaden. Die Blicke wurden gespannt in den Dorfbacher Nachthimmel gerichtet. Ein leiser Wind fegte den Schnee langsam die Strasse hinunter. Aus einem Fenster ertönte das sanfte Schnarchen eines sich in Sicherheit wiegenden Anwohners. Und dann – BÄÄÄMMM!!! – der Urknall ertönte, wir begannen mit dem Schwyzer. Das Schnarchen erstummte…. Nun zogen wir spielend Richtung Schwyz, zuerst ins Mything und danach in die Krone. Hier assen wir fröhlich die wohlverdienten Schweinswürste. Die Theorie wurde aufgestellt dass unter der Grundstrasse ein Förderband zum Metzg Felder geht wodurch die Schweinswürste besonders frisch von den zuvor gehörten quickenden Schweinen kommen. Ä Guätä… Danach tourten wir durch unseren schönen Hauptort und vollzogen unser Guggerhandwerk um uns zwischendurch immer wieder ein bisschen zu stärken in einer der Beizen. Nach dem Mittagessen folgte dann unser Auftritt auf dem Hauptplatz. Besonders motiviert am letzten Tag der Fasnacht überzeugten wir und konnten das Publikum mit unseren Tönen beglücken. Jillaine hatte auch eine Konfettipistole dabei um bei den Höhepunkten schön in die Menge zu schiessen, hatte sie dies den Rampassä abgeschaut?? Uns freute es auf jeden Fall. Danach zogen wir wieder durch Schwyz und konnten nach dem kleinen Pingpong-Konzert auf dem Hauptplatz um 18.00 Uhr das Z’Abig zu uns nehmen. Jussi genehmigte sich dabei Schnecken, Proscht Nägäli, lieber du als ich. Sie waren jedoch heiss begehrt, jeder wollte mal versuchen. Jussi meinte dazu nur, das sei schon gut, wenn er zu viele Schnecken esse dann spiele er danach immer zu langsam…. Um 22.00 Uhr war dann wie alle Jahre unser letzter Auftritt im Mythen-Forum, und es war zugleich Rolis letzter Auftritt als Major. So wollten wir ihm natürlich auch zeigen was wir so alles gelernt hatten und gaben alles. Weder blutende Lippen noch Blasen an den Fingern störten uns und wir spielten wie die Wilden, es war super, ich denke ein würdiger letzter Auftritt für Roli. Wir danken ihm sehr für all seine getane Arbeit, sei es als musikalischer Leiter, als Beizenführer, als Liederschvorschläger (die meisten letzten Lieder kamen von ihm), als Organisator diverser Anlässe oder aber für all seine diänigen Sprüche („Guät farsch wenn abfarsch!“) und wir hoffen ihn noch lange im Verein zu haben – Dankä 1000 Roli! Nach dem letzten Auftritt zog es uns noch in diverse Beizen, es wurde fröhlich auf die Fasnacht angestossen und nochmals diese und jene Geschichte erzählt.

Es war wiedermal eine bombastische Fasnacht mit tollen Auftritten, lauten Partys und vor allem aber diänigen Chrosern! Und noch für Jussi: MYTHÄ - ……!!

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